Ein Screen, auf dem Gästefotos laufen, hat etwas, was kein Plakat und kein Flyer hat: Menschen schauen freiwillig hin, immer wieder, den ganzen Abend. Genau das verkaufen Medienhäuser seit Jahrzehnten. Wer eine Location betreibt, hat diese Fläche schon – meistens ohne sie im Angebot zu haben.
1. Warum diese Fläche etwas wert ist
Werbeflächen im Event werden über Kontakte und Verweildauer verkauft. Ein Rollup am Eingang sehen die Gäste einmal, im Vorbeigehen. Ein Screen mit Fotos aus dem laufenden Abend sehen dieselben Gäste immer wieder, und zwar aufmerksam: Sie suchen sich selbst und ihre Freunde darauf. Der Rahmen um diese Fotos ist deshalb keine Bannerfläche, an der man vorbeischaut, sondern eine, die permanent im Blickfeld liegt.
Dazu kommt: Die Fläche ist nicht knapp. Die LED-Wand oder der Beamer hängt schon, der Strom läuft, die Fotos kommen von den Gästen. Anders als bei einem gedruckten Aufsteller entstehen dir keine Kosten pro Sponsor und pro Termin. Du verkaufst etwas, das du sowieso betreibst.
Der dritte Punkt ist der für den Sponsor entscheidende: Er steht nicht neben Partyfotos, er steht um sie herum. Wenn ein Gast am nächsten Tag ein Bild von der Wand abfotografiert und in seine Story stellt, ist das Logo mit im Bild.
2. Wie ein Wand-Design technisch aussieht
Bei eventPIXX heißt diese Fläche Wand-Design und ist ab Paket M verfügbar. Sie funktioniert wie ein Passepartout: Du lädst eine bildschirmfüllende Grafik hoch, deren Mitte transparent bleibt. Die Slideshow läuft in dieser Mitte weiter, dein Design liegt als Rahmen darum.
Die Maße sind fest, damit dieselbe Grafik auf jedem Screen sitzt. Format 1920 × 1080 (16:9), als SVG oder als PNG mit Transparenz. Die Randzonen sind oben 8 Prozent der Höhe, unten 10 Prozent, links und rechts je 5 Prozent der Breite. Alles dazwischen muss transparent bleiben, sonst verdeckst du die Fotos.
Eine Besonderheit lohnt die Erwähnung im Verkaufsgespräch: Unten mittig sitzt eine schmale Einbuchtung, in die eventPIXX automatisch Eventname, Web-Adresse und PIN schreibt. Diese Angaben braucht die Wand, damit neue Gäste mitmachen können. Weil sie einen festen, klar abgegrenzten Platz haben, landen sie nicht in der bezahlten Fläche und überdecken kein Logo. Du verkaufst also nicht versehentlich Platz, den das System später selbst belegt.
Ein Wand-Design gehört zum Event, nicht zum Account. Du kannst also für jeden Termin ein anderes hinterlegen: diese Woche der Getränkepartner, nächste Woche euer eigenes Logo, im Dezember der Weihnachtsmarkt-Sponsor. Bei aktivem Wand-Design blendet die Slideshow ihr eigenes Wasserzeichen und die Info-Box aus, damit die Fläche dem Kunden gehört.
3. Das Briefing für den Sponsor
Der Punkt, an dem solche Angebote in der Praxis scheitern, ist nicht der Preis. Es ist die Datei. Ein Sponsor sagt zu, schickt zwei Wochen später ein Logo als JPEG mit weißem Hintergrund, und am Eventtag steht ihr um 18 Uhr mit Photoshop im Büro. Deshalb solltest du nie um „das Logo“ bitten, sondern immer um eine fertige Rahmengrafik nach Vorlage.
eventPIXX legt dafür eine Vorlagendatei bei, die alle Zonen maßstabsgetreu einzeichnet und beschriftet. Die gibst du unverändert an die Grafikabteilung oder Agentur des Sponsors weiter. Grafiker:innen brauchen dann keine Erklärung mehr, sie sehen die Maße in der Datei. Was du dazu schreibst, passt in vier Zeilen:
Plane einen Testlauf ein, nicht am Eventtag. Du kannst dein Wand-Design in der Slideshow-Vorschau anschauen, bevor der erste Gast da ist. Achte dabei auf zwei Dinge: Wirkt das Design auch dann noch, wenn ein sehr helles und ein sehr dunkles Foto laufen? Und ist die Logozeile aus der Entfernung lesbar, in der die Gäste tatsächlich stehen?
Die Bilderwand steht schon. Nutz sie.
Wand-Design ab Paket M, mit PRO bis zu 10 Events in einem Monat. Vorlage und Anleitung liegen in den Event-Einstellungen.
Alles für Veranstalter4. Was du dafür verlangen kannst
Einen Listenpreis gibt es nicht, und jede Zahl, die dir jemand nennt, ohne deine Location zu kennen, ist geraten. Sinnvoll ist es, den Preis wie bei jeder anderen Werbefläche aus drei Größen abzuleiten:
- Kontakte: Wie viele Gäste sind an dem Abend da? Das ist deine Reichweite, und du kennst sie besser als jedes Mediakit.
- Verweildauer: Ein Clubabend von sechs Stunden ist etwas anderes als ein zweistündiger Empfang.
- Exklusivität: Ein einzelner Sponsor auf der ganzen Fläche ist deutlich mehr wert als einer von fünf Logos in einer Fußzeile. Verkauf lieber wenige Plätze teuer als viele billig, sonst wird der Rahmen zur Logowand und niemand liest mehr etwas.
Ein sinnvoller Startpunkt ist der Vergleich mit dem, was du heute schon verkaufst oder tauschst: Rollup am Eingang, Logo auf dem Flyer, Nennung im Newsletter. Die Wand liegt in Aufmerksamkeit über allen drei, weil sie den ganzen Abend im Blick ist. Und sie hat ein Argument, das die anderen nicht haben: Du kannst dem Sponsor hinterher zeigen, wie viele Fotos an dem Abend über die Wand gelaufen sind.
Zwei Modelle funktionieren in der Praxis besser als reines Barsponsoring. Erstens der Tausch: Der Getränkepartner übernimmt einen Teil der Lieferung, du gibst die Fläche. Zweitens das Paket über mehrere Termine, weil ein Sponsor Wiederholung braucht, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Mit dem PRO-Zugang legst du bis zu zehn Events in einem Monat an und kannst so eine ganze Reihe als ein Paket verkaufen.
5. Vier Fehler, die die Wirkung kosten
Zu viel Rahmen. Die Randzonen sind bewusst schmal. Wer sie verbreitert, schrumpft die Fotos, und damit genau den Grund, warum jemand hinschaut. Ein Rahmen, der die Wirkung des Inhalts kaputtmacht, wird für den Sponsor wertlos.
Ein Logo im falschen Format. Dunkles Logo auf transparentem Grund vor einer dunklen Randzone: unsichtbar. Das fällt im Briefing nicht auf, sondern erst auf der Wand. Deshalb der Testlauf.
Kein Bezug zum Publikum. Ein B2B-Softwarelogo auf einer Studentenparty ist für beide Seiten verschwendet. Sponsoren, die zur Zielgruppe passen (Getränke, lokale Radiosender, Taxiunternehmen, Fotografen), werden von Gästen sogar positiv gelesen.
Zu spät gefragt. Marketingbudgets werden nicht in derselben Woche entschieden. Wer die Fläche verkaufen will, muss sie mehrere Wochen vor dem Termin anbieten, mit Bild. Ein Screenshot der eigenen Wand aus einem früheren Abend überzeugt mehr als jede Beschreibung.
6. Was rechtlich zu bedenken ist
Zwei Dinge gehören in die Vereinbarung, beide unspektakulär, beide gern vergessen. Erstens die Kennzeichnung: Bezahlte Werbung muss als solche erkennbar sein. Eine Zeile „Präsentiert von“ oder „Partner“ im Design löst das und kostet nichts, weil sie ohnehin zum Look gehört.
Zweitens die Nutzung der Gästefotos. Dass ein Foto auf der Wand neben einem Sponsorlogo läuft, ist unproblematisch, das ist der Ort, an dem es entstanden ist. Etwas anderes ist es, wenn der Sponsor die Bilder danach für seine eigene Werbung nutzen möchte. Dafür braucht er die Rechte der abgebildeten Personen, und die hast du nicht automatisch, nur weil das Foto in deinem Event liegt. Halte das im Angebot klar getrennt: Die Fläche am Abend verkaufst du, die Bilder nicht.
Was den Datenschutz der Gäste angeht, ändert ein Wand-Design nichts: eventPIXX entfernt die Standortdaten beim Upload, jeder Gast kann eigene Bilder selbst löschen, und wenn du willst, erscheint kein Foto ohne deine Freigabe auf der Wand. Gerade bei einem Abend mit Sponsor lohnt die Freigabepflicht, damit neben dem Logo nichts landet, was dort nicht hingehört. Die rechtlichen Grundlagen zum Fotosammeln selbst stehen im Leitfaden DSGVO beim Firmenevent.
Fazit
Eine Bilderwand, die den Abend zeigt, ist die einzige Werbefläche im Raum, die Gäste freiwillig ansehen. Wer sie rahmt, verkauft keinen Platz, sondern Aufmerksamkeit, die schon da ist. Der Aufwand dafür liegt nicht in der Technik, sondern im Briefing: eine Vorlage weitergeben, einmal testen, rechtzeitig anbieten. Wie die Wand ohne Sponsor funktioniert, steht auf der Seite Live-Slideshow für Events.